Es ist: 22.05.2018, 20:39 Hallo, Gast! (AnmeldenRegistrieren)

Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
AP in der Pflege im HEP-Bereich
18.12.2003, 11:59
Beitrag: #1
AP in der Pflege im HEP-Bereich
Ich suche einen Rat!
Was haltet Ihr davon,wenn eine Altenpflegerin in einem Behindertenwohnheim arbeitet.Ist jemand vielleicht hier im Forum,dr auch dort arbeitet?Wie sieht es mit dem Verdienst aus?Wo sind Unterschiede in den beiden Sparten?
Ich bedanke mich schon mal.

Vielen Dank und allerbeste Grüße.

Klara
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.12.2003, 12:19
Beitrag: #2
Re: AP in der Pflege im HEP-Bereich
Auch mich würde dieses Thema sehr interressieren, da ich mir auch schon darüber Gedanken gemacht habe.
Soweit ich was macht man da ne Ausbildung zum Heilerziehungspfleger,-ich denke die Schwerpunkte sind etwas anders -etwas mehr in Richtung Ergotheraphie?
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.12.2003, 14:09
Beitrag: #3
Re: AP in der Pflege im HEP-Bereich
Für die Behindertenpflege gibt es eine eigene Profession, nämlich die Heilerziehungspflege.
Die sind aber auch pflegerisch ausgebildet (gibt schließlich genügend Schwerstbehinderte), und natürlich auch sozialpflegerisch. Ähnlich wie wir, aber eben schwerpunktmäßig auf Behinderungen, und psychische Erkrankungen. Heps arbeiten nämlich nicht nur in Behinderteneinrichtungen, sondern auch in der Psychiatrie und in Rehabilitationseinrichtungen. Sie arbeiten sowohl mit Kindern, als auch mit Erwachsenen.
Ähnlich unserer 'aktivierenden' Pflege machen die Heps 'fördernde' Pflege, mit dem Ziel 'möglichst viel Selbstständigkeit'. Genauso gibt es 'Fördereinheiten' das sind so Beschäftigungsgeschichten wie bei uns die 'Aktivierungseinheiten'. Man sieht, da ist eine Ähnlichkeit vorhanden, aber wir sind nunmal garnicht auf dieses Gebiet spezialisiert.
Die Hep Ausbildung ist leider nicht bundeseinheitlich (so wie wir bis vor kurzem). Die Dauer der Ausbildung ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, 2-3 Jahre (auch die Berufsbezeichnung: in manchen Bundesländern heißen sie nur Heilerzieher, ohne den Pfleger hintendran).
HEPs sind staatlich anerkannt, genauso wie wir.
Ebenso wie es bei uns die Altenpflegehelfer, und in der Krankenpflege die Krankenpflegehelfer gibt, haben die Heps ihre Heilerziehungspflegehelfer.
Das Snoezelen kommt übrigens aus der Behindertenpflege.
Meine Erfahrung mit einem Hep: gute pflegerische Kenntnisse, allerdings keine i.m. Injektionen (bei s.c. weiß ich jetzt nicht genau), dafür aber Kenntnisse mit Trachealkanülen, transnasale Ernährungssonden, sehr gute Kenntnisse in Krankheitslehre und Krankenbeobachtung, Arzneimittellehre und Psychiatrie. (ich kann natürlich nur von dem HEP sprechen, den ich kenne) von Validation und ROT natürlich keine Ahnung, is ja auch klar. Ansonsten klasse in Beschäftigung und Wahrnehmungsförderung.
Meine persönliche Meinung zum Thema AP in der Behindertenpflege: nehmt den HEPs nicht die Arbeitsplätze weg. Soweit ich weiß sind die Stellen rar gesät. Und es ist ja nicht so, daß es in der Altenpflege keine freien Stellen gibt und man als AP gezwungen ist in die Behindertenpflege zu gehen. (Liebe AP-Kollegen in der Behindertenpflege, fallt jetzt nicht über mich her :-) )
Andersherum HEPs in der Altenpflege sind mir lieber als Kinderkrankenschwestern in der Altenpflege. Einfach, weil der Beruf eher mit dem unseren verwandt ist, als mit der Kinderkrankenpflege. Leider werden in der Heimpersonalverordnung HEPs nicht als Fachkräfte anerkannt, Kinderkrankenschwestern dagegen schon. Kann ich für mich nicht nachvollziehen. (Liebe KiKS in der Altenpflege, nehmts nicht persönlich :-) )

Hier mal ein Link zu einem HEP-Forum:
http://www.homepagemodules.de/board/foru...forum=3729 Viele liebe Grüße, Klara
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.12.2003, 14:17
Beitrag: #4
Re: AP in der Pflege im HEP-Bereich
Salut.
Fibula hat schon eine Menge zu dem Thema gesagt.Ich habe mit Heiler-
ziehungspflegern eine etwas andere Erfahrung gemacht.Seit 10 Jahren
arbeite ich als examinierter AP in einer Diakonischen Behinderteneinrich-
tung und mußte feststellen, daß es mit dem medizinischem Fachwissen
der Heilerziehungspfleger nicht ganz so doll ist.Wir sind auf unserer Wohn-
gruppe 5 Altenpfleger 2 Krankenpfleger 1 Erzieherin und 3 Helfer mit 1
jähriger Ausbildung.Ich kann Dir nur sagen, die Arbeit mit geistig und kör-
perbehinderten Menschen ist eine schwere aber tolle Arbeit.Ich habe
diesen Schritt bis heute nicht bereut.
Zu deiner Frage der Bezahlung, die ist schnell beantwortet.Die meisten
Behinderteneinrichtungen sind in öffentlicher oder Kirchlicher Trägerschaft,
das bedeutet BAT oder AVR.
Auf Wiederschauen.
Suchoi
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.12.2003, 15:24
Beitrag: #5
Re: AP in der Pflege im HEP-Bereich
Hab's endlich geschafft. nach langem suchen und vielen vorstellungsgesprächen hab ich meinen arbeitsbereich (ap) wechseln können.

der witz an der ganzen geschichte ist, das ich meine arbeit jetzt sogar vor ort gefunden habe (juhuu). ich arbeite jetzt 2 monate als aushilfe (für ne kolleginn die längerfristig krank geworden ist) im tagdienst und ab märz als nachtwache in einem wohnheim für geistig behinderte menschen. das ganze auf 50%-basis. genau wie ich wollte, und somit freitags und samstags auf meine schule (sozialwirt) gehen kann.

zum thema ap'ler im behindertenbereich (wurde ja im forum hin und wieder gefragt) gibt's zu sagen, das diese menschen (z.b. mit down-syndrom) jetzt ins alter kommen (zur erinnerung: 3. reich) und somit z.t. auch pflegebedürftig werden können. hier kommt unsere ausbildung hilfreich mit ins spiel, sprich die kollegen und kolleginnen aus der heilerziehungspflege haben (noch) kein grosses fachwissen in grund- und behandlungspflege (so wie wir vom heilpädagogischen).

in dem wohnheim in dem ich jetzt anfange werden nachts ausschliesslich pflegefachkräfte eingesetzt. ich kann mir gut vorstellen, das es auch möglich ist vereinzelt als pflegefachkraft (ap/ks) im tagdienst unterzukommen und dies auch von den hep's begrüsst wird. ich seh dies weniger als 'konkurrenz', als eine ergänzung des arbeitsbereiches heilerziehungspflege/behindertenarbeit.

anzumerken ist, dass der arbeitslohn geringer ist. Auf Wiederschauen!
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Tags
pflegeheim verdickungspulver, tropfen richten, pflegeforum bilanzierung?, intertrigoprophylaxe, kornährenverband verboten?, birte wimmer essen, pflegerelevante probleme bei schlaganfall, welche behandlungspflegen darf ein arzthelferin im altenheim duchführen, sites
Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt | Pflege Forum | Nach oben | Zum Inhalt | Archiv-Modus | RSS-Synchronisation | Impressum