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Ausgenutzt in Pflegeberuf?
18.05.2006, 10:19
Beitrag: #1
Ausgenutzt in Pflegeberuf?
Habe eine Bewohnerin die im Rollstuhl sitzt. Sie hat sich selbst vor einiger Zeit aufgegeben und wollt nichts mehr tun. Ihre Äußerung war einnmal: hätte ich gewusst das ich hier so viel zahlen muss, würde ich nicht mal mehr den kleinen Finger von alleine bewegen.
Leider jammert die Frau nur rum und redet als wenn sie fast einschlafen würde. Sie bemüht sich wirklicht nichts mehr alleine zutu. manchmal muss man ihr sogar das Essen reichen. Ihre Angehörigen betutteln sie auch schön, aber wenn die da sind kann sie ja soviel alleine machen. Sie macht etwas bis zu einem bestimmten Grad und ab da verlangt sie das man ihr alles macht, obwohl sie vieles selbst noch sehr gut kann! Wie kann man sich ihr gegenüber am besten verhalten. Vielen Dank und schöne Grüße

Linchen
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18.05.2006, 11:10
Beitrag: #2
Re: Ausgenutzt in Pflegeberuf?
Hallo Linchen! Das Problem, was du beschrieben hast, kenne ich auch. Leider hat sich bei uns, das heißt auf unserer Wohngruppe, keine Lösung gefunden. Letzten Endes haben wir das Problem einfach als gegeben hin genommen. Ich persönlich bin damit in einem sehr starken Zwiespalt, denn schließlich machen wir ja Aktivierende Pflege.
Aber wenn die Frau nicht mithelfen will, und sich bereits aufgegeben hat, ist man leider oftmals machtlos. Ich gehe mal davon aus, dass Du schon des öfteren das Gespräch mit ihr gesucht hast. Denn es gibt ja auch fälle, in denen sich die Bewohner wieder selbst Motiviren. Grüße.

panki
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18.05.2006, 12:26
Beitrag: #3
Re: Ausgenutzt in Pflegeberuf?
Hallo,tja,ich denke hier sind den Pflegern die Hände gebunden.Egal wie aktivierend wir die Pflege gestalten möchten,da wo der BW nicht will und nicht kooperativ ist,können wir nichts machen.Der Wille des BW zählt.

VG
Schmiddi
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18.05.2006, 13:57
Beitrag: #4
Re: Ausgenutzt in Pflegeberuf?
Hallo.
Ich denke Aufklärungsgespräche (Nutzen) sind geführt worden über aktivierende Pflege oder?? Vielleicht wäre es klug wenn sie durch die Heimleitung einmal über die Kostenfrage aufgeklört würde. Es hört sich für Angehörige und Pflegende nach einem Haufen Geld an welches monatlich anfällt......................dennoch wird auch die Dame und sowie die Angehörigen staunen welche Unkosten monatlich für das Heim anfallen und vielleicht wird sich auch dadurch ihre Einstellung ein wenig ändern. Vielen ist überhaupt nicht klar wer und was alles von diesen Beiträgen finanziert werden muß.
Habt ihr schon einen Psychologen zur Rate gezogen?? Es könnte ja sein dass dass sie in einer Depression steckt, das leise Sprechen sowie die Lustlosigkeit deuten ja darauf hin.
Ich denke man sollte die Situation nicht untätig akzeptieren sondern weiterhin versuchen die alte Dame zu mobilisieren damit ein Teil ihrer Lebensfreude wiederkommt. (Beschäftigung, Zusammenführung mit anderen BW usw.)
Viel Glück.
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18.05.2006, 14:06
Beitrag: #5
Re: Ausgenutzt in Pflegeberuf?
Hallo. Was die Kosten angeht, haben wir schon mit ihr gesprochen. Sie hat dazu ganz erfreut gesagt: dann muss man halt mehr zahlen!

Tschüß

Linchen
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18.05.2006, 15:46
Beitrag: #6
Re: Ausgenutzt in Pflegeberuf?
Hello. .....wie gesagt ich würde mit dieser Dame(ggf. auch mit Angehörigen) ein ausführliches Biographiegespräch führen, wenn euch selbst die Zeit fehlt spannt einen Schüler mit ein oder fragt die MA vom sozialen Dienst. Vielleicht bekommt ihr so einen tieferen Einblick in ihr Leben und könnt anhand dieser Erkenntnisse spezielle Angebote machen die ihr Freude machen und sie gleichzeitig fördern. Manchmal ist es z.B schon ausreichend dem BW eine Aufgabe zukommen zu lassen, Tiere versorgen, Blumen versorgen etc.(weil das besonders gut bei ihr klappt evtl.) Bei diplomatischer Ansprache wird sie sich nicht als Arbeitstier fühlen, sondern Stolz auf ihre Ressource sein.
Und vielleicht kommt mit der Lebensfreude auch ihre Selbstständigkeit ein Stück weit wieder.
Wenn wir als PK die Situation einfach hinnehmen würden ohne dass sie für uns oder für den BW befriedigend ist, wäre das ja fast einer 'Satt, sauber trocken' Pflege gleichzusetzen. Auch wenn es ein längerer Prozess werden kann, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Grüße knigge
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