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Blutentnahmen durch die Pflegekräfte
04.06.2006, 15:48
Beitrag: #1
Blutentnahmen durch die Pflegekräfte
Moin meine lieben Forumfreunde!
Ich würde gerne was fragen.

Ich hab mal ne Frage, die sich in erster Linie an alle richtet, die im KH arbeiten:

Bisher werden bei uns die Blutentnahmen von den Stationsärzten durchgeführt. Die fühlen sich aber anscheinend inzwischen derart überlastet, daß die Geschäftsleitung nun möchte, daß die Blutentnahmen demnächst von Pflegekräften durchgeführt werden. Auch das Legen von Braunülen, Gabe von i.v.-Medikamenten und Anhängen von Kurzinfusionen (Antibiotika etc., außer Erstgaben) wird wohl auf uns zukommen.

Argument der Geschäftsleitung: Es sei eine Besonderheit, daß in Bremen solche Sachen nur von Ärzten durchgeführt werden, in allen anderen Bundesländern sei das Aufgabe der Pflege. Alternativ sei auch die Einstellung von Arzthelferinnen möglich, die diese Aufgaben übernehmen.

Ich habe zwar in meiner Ausbildung Blutabnehmen gelernt und 'übe' das zwischendurch, wenn ich die Zeit habe, ganz gerne mal, aber unsere Befürchtungen sind:

- Wie sollen wir, gerade wenn wir mal wieder mit Minimalbesetzung arbeiten, die Versorgung der PatientInnen gewährleisten?
- Ärztliche Handlangertätigkeiten nehmen Überhand.
- Bei Einstellung von Arzthelferinnen werden diese mit Sicherheit auf das Pflegepersonal angerechnet (was zu einer Verschärfung personeller Engpässe führen wird).

Meine Frage:

Wie werden Blutentnahmen etc. bei euch gehandhabt? Macht Ihr das oder die Ärzte?
Kennt sonst noch jemand dieses Problem?

Allerbeste Grüße! Carina
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04.06.2006, 17:33
Beitrag: #2
Re: Blutentnahmen durch die Pflegekräfte
Moin!
Also in den Kliniken bei mir (BaWü) ist Blutentnahme und Braunülen legen (Ausnahme Anästhesie und Intensiv) immer Arztsache gewesen bzw. traditionell Aufgabe der PJler und Famulanten.
bei i.v. Injektionen sieht es juristisch ganz anders aus da durch den sehr zügigen Wirkungseintritt des Medikaments sehr schnell Komplikationen auftreten können. Auf der Intensiv/Anästhesie darf die Pflege das auch nur machen weil immer ein Arzt in unmittelbarer nähe ist.
Ich war noch nie in einem Haus in der die Pflege Blut abgenommen hat.
Alles Gute!
Mietz
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04.06.2006, 18:06
Beitrag: #3
Re: Blutentnahmen durch die Pflegekräfte
Guten Tag allerseits. Also ich ahbe mein Examen erst letztes Jahr im September gemacht. Und ich habe gelernt daß die Blutentnahme, Venenverweilkanülen legen und das direkte Spritzen von Medikamenten i.V. reine Arztsache ist. Das Anhängen von Infusionen und Antibiosen wurde dann aber vom Pflegepersonal ausgeführt, dafür wurden wir ja auch ausgebildet. Ich meine damit dieses Thema wurde dementsprechend in der Ausbildung behandelt, geübt usw. Ausnahme sind allerdings Transfusionen und Chemotherapien. Bei Transfusionen ist das Anhängen dieser Arztsache, zumindest der ersten. Wird die erste gut vertragen kann die nächste von der Pflegekraft angehängt werden. bei Chemotherapien muß die Pflege zum Anhängen eine bestimmte Ausbildung (Onkologieschwester?) gemacht haben.
DIe Pflege auf der Intensivstation darf nach der Weiterbildung i.V. Spritzen, Blut abnehmen (auch arteriell) u.s.w.

Also denke ich mal daß das in jedem Bundesland so gehandhabt wird. Das sei gesetzlich so geregelt (so meine Schule)

Grüße!
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