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kompressionsstrümpfe bei bettlägrigen in der pflege??
23.11.2011, 08:47
Beitrag: #1
kompressionsstrümpfe bei bettlägrigen in der pflege??
Ahoi.

Ich weiß echt nicht mehr weiter.
Hatten letzte woche eie fortbildung und da sagte die dame,dass bei bettlägrigen leuten(z.b. nach op im krankenhaus) keine ats strümpfe notwendig seinen, da das blut ja nicht nach unten sinken kann. stimmt das? was ist eigentlich unterschied zwischen kompressionsstrümpfen und anti-thrombose strümpfe?dachte,das wäre das selbe?
Ich bedanke mich schon mal.
Viele Grüße!
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23.11.2011, 09:47
Beitrag: #2
Re: kompressionsstrümpfe bei bettlägrigen in der pflege??
Grieß Eahna!
'Richtig ist: Es gibt sowohl Kompressionsstrümpfe als auch Thromboseprophylaxestrümpfe und Stützstrümpfe. Falsch aber ist, alle drei Begriffe synonym zu verwenden. Denn die drei Produkte unterscheiden sich ganz erheblich in ihrer Wirkung und in ihren Einsatzgebieten.'

Quelle: http://www.blogspan.net/presse/kleiner-u...ung/79111/

mal auf die schnelle nachgesehen... vllt hilft dir das weiter

Tschööööö
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23.11.2011, 10:30
Beitrag: #3
Re: kompressionsstrümpfe bei bettlägrigen in der pflege??
Grüetzi.

Ich hätte bisher eigentlich gedacht, dass sich die Frage, ob MTS (Medizische Thromboseprophylaxe-Strümpfe) im Krankenhaus notwendig sind oder nicht, nicht pauschal beantworten lässt. Vielmehr wäre es für mich von der Art der Erkrankung(en) und des durchgeführten Eingriffs abhängig, ob MTS angezogen werden oder nicht. Es ist sicherlich nicht notwendig, allen Patienten immer MTS zu verpassen (ich hatte den Eindruck, dass das früher durchaus passiert ist) - ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es grundsätzlich als unnötig angesehen werden kann. Und ich meine mich erinnern zu können, dass es auch Studien gibt, die eine entsprechende Wirkung von MTS nachgewiesen haben wollen (ob dadurch dann tatsächlich Thrombosen vermieden werden konnten, ist aber wieder eine andere Sache).

Zum Unterschied Kompressionsstrumpf / Anti-Thrombosestrumpf: Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie spricht von Medizinischen Thromboseprophylaxe-Strümpfen (http://www.phlebology.de/Deutsche-Gesell...-mts.html) und von Medizinischen Kompressionsstrümpfen (http://www.phlebology.de/Deutsche-Gesell...006.html). Dabei sind MTS die Strümpfe, die im Krankenhaus angezogen werden (können), die nicht gesondern ausgemessen werden sondern in verschiedenen Einheitsgrößen zur Verfügung stehen (die sind immer weiß) und MKS sind die Strümpfe, die vom Arzt verordnet werden, vom Sanitätshaus ausgemessen und individuell angepasst werden (die sind klassisch beige-braun, gibts aber auch in anderen Farben). MTS sind für liegende, MKS für stehende / sich bewegende Personen gedacht.

Problematisch ist an der Sache einfach, dass die Begriffe in der Praxis immer wieder durcheinander geworfen werden. Grundsätzlich sollte man aber unter einem Kompressionsstrumpf (Anordnung vom Arzt, individuell ausgemessen) etwas anderes verstehen als unter einem Thrombose(prophylaxe)strumpf (Einheitsgrößen).
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23.11.2011, 10:50
Beitrag: #4
Re: kompressionsstrümpfe bei bettlägrigen in der pflege??
Die Ursachen einer Thrombose zeigt die Virchow- Trias auf (Schädigung der Gefäßwände, reduzierte Strömungsgeschwindigkeit des Blutes und erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes). Da ist nicht von einem nach unten sinken des Blutes die Rede!

Im Krankenhaus besteht bei mangelnder Prophylaxe und je nach Erkrankung ein Thromboserisiko zwischen 15% und 60%.

Sinn der Venenkompression ist es die Geschwindigkeit der Blutströmung zu erhöhen. Ob der Einsatz von Venenkompression nötig ist, entscheidet der Arzt, er ordnet diese Maßnahme an. Patienten mit operativen Eingriffen haben ein erhöhtes Risiko, auch immobile Patienten nach einem Schlaganfall haben ein erhöhtes Risiko - MTPS haben hier jeodch kein nachweisbaren Nutzen.

Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (MTPS) sind Kompressionstrümpfe der Kompressionsklasse (kleiner gleich) 1. Die Wirkung der Strümpfe ist an die Muskel- Pumpe gebunden, weshalb die Strümpfe bei immobilen Patienten nur eingeschränkt ihren Dienst tun.
Die Strümpfe müssen angeordnet werden! Die Beine müssen vor dem ersten anziehen vermessen werden, damit so die richtige Größe bestimmt werden kann. Weiterhin muss bei jedem zweitägiges Wechsel ebenfalls eine Neubestimmung der Größe erfolgen.
Der Effekt von MTPS ist nachgewiesen, wobei der größte Effekt erzielt wird, wenn Medikamente zur Prophylaxe mit physikalischen Maßnahmen kombiniert werden.

Medizinische Thrombosestrümpfe der Klassen zwei bis vier erzeugen einen höheren Druck, sie gibt es teilweise auch bereits in bestimmten Standardgrößen, in der Regel werden sie jedoch speziell angepasst.

Um konkret auf die Fragen zu antworten:
Die MTPS werden vom Arzt je nach Risiko verordnet, ein hohes Risiko besteht zum Beispiel bei Eingriffen im Beriech Hüfte oder bei Polytraumata. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist die Effektivität, Patienten welche die Muskelpumpe zu keiner Zeit nutzen können benötigen andere Maßnahmen der Prophylaxe.
Der Unterschied zwischen ATS und Kompressionstrümpfen ist Höhe des Ausgeübten Drucks auf die Gefäße/ die Höhe der Kompression.

Zum Beitrag von FHM, die MTPS sind nicht immer weiß. Die Strümpfe haben in der Regel zusätzlich einen Farbcode, welcher die Größe angibt. So gibt es z.B. von einer Firma 9 größen, unterschieden in Länge und Umfang des Oberschenkel, daher ist es zwingend nötig die Beine vor dem Anlegen der MTPS auszumessen, dafür gibt es spezielle Maßbänder.
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