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Korrekte Ansprache in der Pflege
14.03.2006, 14:56
Beitrag: #1
Korrekte Ansprache in der Pflege
Ich lese immer wieder im Forum 'ein dementer Bewohner' oder nur 'ein Dementer' leider hat sich diese Bezeichnung eines demenziell veränderten Menschen in einigen Heimen in der täglichen Heimsprache durchgesetzt.
Wir sagen doch auch nicht ein schluckgestörter Bew. usw. Jeder gute Ausbilder, jede gorontopsychiatrische Fachkraft, Therapeuten usw. sprechen von demenziell veränderten Bewohnern. Eine Tochter beschwerte sich hier im Forum ihre Mutter wird gedutzt und als Reaktion kommt von 'Pflegekräften' die eine profesionelle Arbeit leisten wollen und dafür auch eine entsprechende Bezahlung möchten, Argumente warum und wieso ein Bew. gedutzt wird.
Es ist schlicht eine Unhöflichkeit. Studien der verschiedenen Unis haben schon vor 15 Jahren belegt, dass Menschen mit demenziellen Erkrankungen gleich gut auf 'DU' o. 'Sie' reagieren. Auch das verniedlichen der Sprache hat mit Sprachverständnis nichts zu tun. Ich persönlich finde es sehr verletzend wenn so mit Bewohnern gesprochen wird, vor allem wenn es Pflegekräfte tun. Für eine liebevolle Ansprache ( nicht kitschig) und Zuwendung ist jeder Bew. dankbar. Gestik u. Mimik sagen mehr als tausend Worte.
Wir sind keine dummen Menschen die in der Pflege arbeiten , teilweise hochqualifizierte Fachkräfte, zeigt es auch mit Eurem Verhalten, eurer Sprache und eurem persöhnlichen Auftretten u. Erscheinungsbild
Ich sage meinen Mitarbeitern oft in Teamsitzungen: Ihr seid wer, Ihr seid keine Knechte und Mägde die ungewollt gedutzt werden , Ihr habt das Anrecht von 'jedem' höflich und respektvoll behandelt zu werden, trettet auch so auf. Nur so können Menschen in einer Gemeinschaft arbeiten und leben.
Ich bin seid langen Jahren PDL, bei uns gibt es auch etliche Schwachstellen, nur im Miteinander ( Pflegekräfte, Führungsk., Bew. u. Angehörige) gibt es keine oder kaum Probleme.
Ich möchte meinen Beitrag als Denkanstoß ins Forum stellen.
Ich möchte nur Anregen, das Verhalten von uns zu überdenken.
Das Miteinander umgehen, auch der Pflegekräfte, macht ein Haus aus.
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14.03.2006, 15:47
Beitrag: #2
Re: Korrekte Ansprache in der Pflege
Ich glaube Studien von Universitäten zu diesem Thema können wir uns eigentlich schenken, denn jeder hier führt seine eigenen 'Feldstudien' bei seiner täglichen Arbeit.Ich will damit nicht sagen, das das Duzen oder Kindersprache das Non-Plus-Ultra ist, aber wir arbeiten mit Menschen, und das erfordert nun mal in gewissen Sitationen auch individuelle Lösungen, wenn es nicht anders geht.Es ist ein Teil individueller Pflege und kann meiner Meinung nach nicht immer pauschal beurteilt werden. Eine Bew.habe ich mal gebeten, aufzustehen, damit ich ihr das Gesäß waschen kann. Und sie fragte: Gesäß? wat is dat? Mit dem Wort Popo und Hintern konnte sie aber was anfangen.Als korrekt würde man diese Worte als Außenstehender wohl nicht bezeichnen können....und noch was: nur weil hier im Forum Bew. als 'Demente' oder 'Parkis' bezeichnet werden, heißt das nicht zwangsläufig, das die Poster auch so auf der Arbeit sprechen, oder, schlimmer noch, schreiben.
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14.03.2006, 17:07
Beitrag: #3
Re: Korrekte Ansprache in der Pflege
Ich gebe dir bei deinem Statement uneingeschränkt recht! Leider benutze auch ich oft den Ausdruck 'demente BW' obwohl ich es eigentlich besser weiß......und ich werde mich bemühen es in Zukunft besser zu machen. Denke mal das ist nur eine Gewohnheitssache.

Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass sich hier sehr viele verschiedene Menschen austauschen, ich finde es nicht verkehrt, dass jemand der BW duzt die Beweggründe dafür nennt! So kann man besser verstehen, darüber sprechen....... vielleicht Überzeugungsarbeit leisten.
Auch für die Tochter deren Mutter geduzt wird, könnten die Überlegungen der verschiedenen Personen hilfreich sein, da sie einige Hintergründe kennen lernen konnte und diese vielleicht für ihre eigene Argumentation nutzen kann.

Ich finde wir sollten unser Verhalten/unsere Arbeit immer wieder überdenken, nur so können wir sicher sein nicht in eine Automatisierung zu fallen.
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