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Pflegeforum - Gesprächsweise im Team analysieren???
08.10.2003, 12:51
Beitrag: #1
Pflegeforum - Gesprächsweise im Team analysieren???
Guten Tag liebes Forum. Ich hab heut erst auf der Suche nach einer Anwtort dieses Forum gefunden und bin ja voll begeistert.

Vorstellen werd ich mich auch noch mal...hab jetzt eine expliziete Frage.

Auf unserer Station sind immer wiedermal Umschüler oder Lehrlinge der Altenpflege.
heute trat eine Schülerin an mich heran und fragte mich ob ich ihr bei einem dieser Themen helfe könnte.

Sie soll folgendes ausarbeiten.

1.Analysieren sie die Gesprächsweise im Team (Zuhören, Ausreden lassen...)

ich hab da selbst keine Plan...nur eben, wie der Umgangston und das miteinander evtl. unter uns Schwestern+Pflegern ist.
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08.10.2003, 14:34
Beitrag: #2
Re: Pflegeforum - Gesprächsweise im Team analysieren???
Erst mal auf die schnelle das unten angefügte, dann muss ich selber zur Schule, am Abend gerne mehr......ist auch nicht geklaut, ist von mri, grins, nachzulesen auf:
http://www.gewalt-in-pflegeberufen.de/mo...ex&catid=1
relativ weit unten

Was ist ein Konflikt?


Zusammenstoß, Zwiespalt, Widerstreit


Unterscheiden wir zunächst zwischen dem inneren und dem äußeren Konflikt.



Innerer Konflikt



Man kann schnell in einem Zwiespalt stecken, weil man dieses oder jenes ausführen soll, dies aber mit seinem Gewissen oder seinen Kenntnissen nicht vereinbaren kann.




Äußerer Konflikt



Zwei oder mehr Menschen sind unterschiedlicher Auffassung, verharren alle fest auf ihrem Standpunkt. Der Konflikt ist vorprogrammiert.




Strategien zur Konfliktbewältigung:



Die erste Erkenntnis, das Eingeständnis, dass ein Konflikt vorhanden ist, ist schon in beiden Fällen der erste Schritt zur Lösung, denn man setzt sich mit dem Thema auseinander, verdrängt es nicht.


Der zweite Schritt ist nun, dass alle Beteiligten Personen ihre Meinung sachlich darstellen. Günstig wäre es, wenn ein neutraler Vermittler sich beteiligen würde, um die hochkochenden Emotionen etwas unter Kontrolle zu halten. Außerdem kann der Vermittler die Sachinformationen heraus filtern. Dies kann ihm mit so genannten W-Fragen gelingen: Wann, Was, wie, warum, wie oft.


Wenn sachlich, ohne Emotionen, festgestellt wurde, es bestehen verschiedene Vorstellungen zum Thema, wendet sich man dem Kompromiss (Übereinkunft, Ausgleich) zu.


Dieser sollte aus mehreren möglichen Lösungsvorschlägen bestehen, die miteinander verhandelt werden. Kreativität ist hier klar von Vorteil.


Eine Liste der möglichen Kompromisse mit für und wider ist hier hilfreich.


Nachdem diese gemeinsam bearbeitet wurde, kann man sich auf einen Kompromiss festlegen. Klares Ziel dabei ist, eine Lösung zu finden, die allen beteiligten Vorstellungen einigermaßen nahe kommt.


Zunächst sollte ein Zeitraum festgesetzt werden, in dem eine Erprobungsphase läuft.


Letztendlich werden alle Beteiligten froh darüber sein, dass der Konflikt beigelegt wurde und werden möglicherweise auch festgestellt haben, dass es eine sachliche Ebene gibt, auf der man ohne persönliche Querelen miteinander reden kann.


Oftmals bessert dies auch das Verhältnis zueinander und ein möglicher weiterer Konflikt wird frühzeitig erkannt, nicht durch Missverständnisse, Kränkungen und Beschuldigungen zur Eskalation gebracht, sondern frühzeitig miteinander besprochen.


Aber, verschiedener Meinung sein, bedeutet nicht sofort eine Konfliktsituation. Menschen haben nun mal unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Erfahrungen und Wissensstand. Der Mut, miteinander offen darüber zu reden, ist die größte Konfliktvermeidung, die es überhaupt gibt.




Einfache Regeln zur Erleichterung der Gesprächsführung:



Fang das Gespräch nicht mit 'man'- oder 'wir'an, wenn du die Ich-Form benutzt, wird deutlich, dass du persönlich sprichst.

Sprich das aus, was du wirklich sagen möchtest, nicht das, was die anderen vielleicht von dir nun erwarten.

Die Verantwortung, für das was du sagst und wie du es sagst, trägst du, auch für das, was du verschweigst.

Höre aufmerksam zu und lass auch dem Anderen Zeit genug, nachzudenken und zu formulieren.

Beachte, dass ein ausgesprochenes Wort nicht mehr ungesagt werden kann, aber sehr tief treffen kann. Also nimm dir Zeit zu denken und zu formulieren.

Frag nach, wenn du meinst, etwas nicht verstanden zu haben.

Verurteile und beurteile nicht zu voreilig, versuche lieber zu verstehen und zu akzeptieren, dass es auch andere Meinungen gibt.

Gib Rückmeldung und fasse zusammen, was du gehört hast, wie du es verstanden hast und was du dabei empfunden hast.

Beachte auch deine Gefühle und deine Stimmung, sprich darüber.

Achte auf die nonverbale Kommunikation (Mimik, Gestik, Körperhaltung) bei dir und deinem Gegenüber, sprich dein Gegenüber darauf hin an.

Gib nicht nur Kritik weiter, sprich auch darüber, was du an deinem Gesprächspartner schätzt. Er wird dies, genauso wie du selber, zu schätzen wissen.

Schweigen in Konfliktsituationen lässt den Konflikt nicht, es erhöht nur die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Missverständnissen.



....ist ne kurze Zusammenfassung, eben später gerne mehr dazu....

Liebe Grüße
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08.10.2003, 15:37
Beitrag: #3
Re: Pflegeforum - Gesprächsweise im Team analysieren???
Also ich habe auch gerade erst mein Examen vor 3 Wochen gemacht und wir hatten dieses Theama auch.
Bezogen hat sich das auf die Gesprächsführung nach Rogers.
'die personenorientierte Gesprächsführung'
Die Theorie
Empathie
Emotionale Wärme, unbedingte Wertschätzung und Akrzeptanz
Echtheit und Selbstkongruenz (im Gespräch erkennen, ob z.B. aufkommende Gefühle aus seiner eigenen Person oder Lebensgeschichte stammen oder aber mit der Situation des GEsprächspartners zusammenhängen)

Zur Beobachtung einer Gesprächsrunde ist es vielleicht hilfreich für die Schülerin aufkommende Fehler zu erkennen und zu dokumentieren.
Diese könenn sein:
den Gesprächspartner und dessen Gefühle nicht ernst nehmen....
kein Verständnis für die Situation des GP aufbringen...
eigene Ideen , Interessen und Ziele verfolgen.......
keine Zeit und Geduld aufbringen.........
dem GP dessen Gefühle 'wegnehmen'........
den GP als Person sowie sein Verhalten abwerten.......
unecht und unehrlich gegenüber dem GP sein.......
Versprechungen geben, die man nicht einhalten kann.......
Interpretationen.......
Wechsel des Themas ohne Bezug zum GP........
den GP bevormunden , Anweisungen geben......
Ratschläge geben....
keinen Blickkontakt mit dem GP suchen.....
nicht auf den GP eingehen.....
dem GP keine Meinung und eigene Gefühle lassen......

Innerhalb der Arbeit im Team ist dies sehr wichtig.
Pflegende wollen als Person anerkannt werden und einfühlendes Verstehen in Bezug auf ihre Arbeit und ihre Erfahrungen im Umgang mit Heimbewohnern erfahren. Gerade in der Arbeit im Team ist die Umsetzung der drei Rogers-Variablen (Haltungen) ein entscheidender Faktor für das Betriebklima. Schöne Grüße.
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08.10.2003, 16:42
Beitrag: #4
Re: Pflegeforum - Gesprächsweise im Team analysieren???
Na da dank ich euch doch ganz lieb und hoffe unserer Schülerin ist damit geholfen.

ich hatte diese Themen in meiner Ausbildung nicht...naja ist auch schon 17 Jahre her...(1986-1989)...damals nannte sich mein Beruf noch Geriatrie-Schwester.
2 Jahre Schwesternausbildung und 1 Jahr Altenpflege.....war echt interessant die Ausbildung, zumal alles dabei war---KKH mit fast allen Stationen->OP, Intensiv......tja, dann kam die Wende und diesen Berufszweig gab es urplötzlich nicht mehr.

Mir wurde nur die Altenpflege anerkannt, da mir 1 Jahr zur Schwester fehlte.
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Tags
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