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Polnische Abzockerei mit Altenpflege in Deutschland !!!
02.06.2006, 17:12
Beitrag: #1
Polnische Abzockerei mit Altenpflege in Deutschland !!!
Ich möchte hier um Rat fragen!
Ich arbeite schon jahrelang ehrenamtlich im Altenpflegebereich und muss nun einmal dringend auf Missstände hier in Deutschland aufmerksam machen. Immer mehr werden mir Erlebnisse geschildert, bei denen für Betreuung und Pflege für Mutter oder Vater private Hilfe aus Polen angefordert wird. Aber von echter Hilfe kann hier meistens nicht die Rede sein.

Hier handelt es sich fast nur um Abzockerei. Schamlos wird mit der Pflegebedürftigkeit von unseren deutschen Mitmenschen Kasse gemacht.

Die Sache läuft meistens nach einem Schema ab.

In der Regel benötigen ja Familienangehörige langfristige Hilfe, denn man will ja nicht seinem zu pflegenden Angehörigen ständig eine andere Frau vorstellen müssen. Die polnischen Frauen wohnen bei den zu pflegenden Personen. Unter dem Versprechen, die Polin kann monatelang bleiben, reisen die Frauen nach Deutschland. Die Fahrtkosten, zirka 120.-Euro für Hin- und Rückreise, müssen natürlich gezahlt werden. Kommt zum Beispiel nach 3 Monaten eine neue Polin, zahlt man wieder diesen Betrag. Aber keine Sorge, dieses Zeitraster ist oft nur theoretisch.

Und dann noch die Verständigung. Die Polin spricht natürlich gut Deutsch. Ist die Frau da, stellt man dann fest, dass sie keinen Brocken Deutsch versteht, geschweige denn spricht.

Vorher handeln die Polinnen natürlich ihren monatlichen Lohn aus. Nach Euroeinführung lag der Preis etwa bei 600.-Euro. Das reicht heute schon lange nicht mehr aus. 'Du musst mehr zahlen!' heisst es immer wieder. Viele handeln mittlerweile 700-800.-Euro aus. In einem Fall zahlte ein Ehepaar für die Betreuung ihrer Mutter sogar 1000.-Euro. Und als diese Frau einmal ein Essen mehr für einen Verwandten kochen sollte, beschwerte sie sich lautstark: 'Ist nicht im Preis drin. Nur kochen für Mutter und mich!' Frechheit, was !!!

Und wie geht es dann weiter?

Meistens bleiben die Polinnen doch nicht lange. Drei Monate ist eine Seltenheit. Die kürzeste Zeit, von der ich weiss, war eine Woche. Meistens bleiben die Frauen nur 3-4 Wochen. Vorher wird erzählt, dass man entweder in Pension ist und so lange bleiben kann, wie notwendig. Oder die Polin ist geschieden, hat keine Kinder, ist unabhängig und möchte auch in Deutschland bleiben. Aber oft ist auf dem Anreiseticket schon das Rückreisedatum festgelegt.

Also Vorsicht! Lassen Sie sich das Ticket, mit dem die Polin angereist ist, zeigen und kontrollieren Sie, ob schon ein Abreiseticket eingetragen ist.

Plötzlich heisst es dann eines Tages: 'Ich muss nach Hause fahren!' Der Mann, die Mutter oder der Vater sind krank geworden. Oder etwas ist mit den Kindern passiert.

Auch eine beliebte Masche ist es, nach einer relativ kurzen Zeit an Ostern, Pfingsten oder Weihnachten für 1-2 Wochen kurz nach Hause fahren zu wollen. Hin- und Rückreise müssen natürlich wieder gezahlt werden. Dann wartet man zuhause und muss nach Ablauf der Zeit feststellen, dass die Polin schon im Vorfeld überhaupt nicht mehr vor hatte, zurückzukommen.

Mein Vorschlag: Zahlen Sie die Reisekosten erst, wenn die Frau wieder da ist !!!

Jedenfalls handelt es sich bei den meisten Polinnen um Personen, die mal gerade einige Wochen Urlaub haben. Oder jüngeren Pflegerinnen haben gerade Ferien und möchten sich mal schnell ein paar Euro dazuverdienen. Von langfristiger Pflege keine Spur.

Und wer glaubt, dass er in der Zeit, in der die Polin im Hause ist, Hilfe erhält, der hat sich ebenfalls geirrt. Meistens haben diese Polinnen von Altenpflege nicht die geringste Ahnung. Am einfachsten zu betreuen sind Personen, die an Alzheimer leiden und den ganzen Tag irgendwo sitzen. Wenn dann auch noch die Angehörigen woanders wohnen, ist das ideal. Da kann man dann den ganzen Tag telefonieren, fernsehen und sich selbst leckere Sachen kochen.

Was ich da gehört habe, ist unverschämt. Auf alle Fälle hinterlassen diese Betreuerinnen nach der Abreise meistens eine Riesensumme Telefonrechnungen. In anderen Fällen wird geklaut oder die Getränkevitrine leergesoffen. Ich weiss von einem Fall, an dem eine besoffene Polin fast die Küche in Brand gesteckt hat, weil sie den Elektroherd anliess und total betrunken im Bett lag. Die zu pflegende Person erlitt fast einen Nervenzusammenbruch vor Angst. Und das für einen Monatslohn von 700.-Euro!!!

Mein Tip: Kontrollieren Sie Telefonzugänge. Meistens reisen die Polinnen ab, kommen nicht wieder und die Telefonrechnung erscheint Wochen später.

Auch eine beliebte Masche unter Polinnen, die sich in einer Gegend meistens untereinander kennen, ist es, sich gegenseitig über Zahlungsunterschiede zu informieren. Gibt es Differenzen, werden die Angehörigen unter Druck gesetzt.

'Entweder du mehr zahlen, oder ich reise ab!'

Einige Polinnen hetzen andere, die vielleicht weniger erhalten, solange auf, bis man plötzlich alleine dasteht, weil mal wieder ein Angehöriger in Polen krank geworden ist. Moral haben diese Frauen mit dem Schaumlöffel gegessen. Meiner Meinung nach unterscheiden sich schliesslich die Arbeiten. Einige zu pflegenden Personen verursachen logischerweise mehr Arbeit als andere. Aber diese Polinnen haben nur eines im Kopf.

EURO!!!

Ich kenne einen Fall, da hat ein grosszügiger Sohn für seine Mutter über 800.-Euro gezahlt. Alles, was an Lebensmitteln notwendig ist, wurde noch von ihm eingekauft. Aber trotzdem zockte die Polin zusätzlich noch über 300.-Euro für Lebensmittel ab, weil die Einkäufe angeblich nicht reichten. In Wirklichkeit ging sie regelmässig, wenn die zu pflegende Person auf Eis gelegt wurde, in die Kneipe um die Ecke. Dazu kamen dann auch noch Unsummen Telefonrechnung.

Ich kann nur von dieser Abzockerei warnen. 700-800.-Euro für ein bisschen Kochen und Putzen. Und keine Sorge. Sollte die zu pflegende Person mal plötzlich richtig krank werden und mehr Arbeit verursachen, ist die Polin schnell weg. 'Muss heimfahren. Mann hat Schlaganfall erlitten!' Das Geld, das man für die Polin verprasst hat, hätte man dann für professionelle gebraucht.

Ich frage Sie, wer hat denn hier in Deutschland überhaupt nach Ende des Monats nach Abzug aller Kosten 700 oder 800.-Euro freies Geld zur Verfügung.

Es ist schlichtweg eine Unverschämtheit, was sich auf dem Pflegesektor mittlerweile abspielt. Diese Polinnen haben keine Moral und kennen keinen Skrupel. Und wir bekämpfen hier in Deutschland die Ausländerfeindlichkeit. Die Leute, die mir diese Sachen berichten, behandeln die Polinnen nett und gastfreundlich. Sie werden in die Familie eingegliedert.

Und wie wird diese Gastfreundschaft gedankt: Mit Lügen, Betrügen oder Diebstahl !!!

Es gibt aber auch polnische Agenturen, die bieten für etwas mehr Geld ausgebildete Krankenschwester oder Altenpflegerinnen an.

Und keine Alkoholikerinnen oder Betrügerinnen.

Sehen Sie sich also vorher die Danutas, Reginas, Margarethas, Danas, Annas, Barbaras oder Jolantas genau an, bevor Sie solche Frauen zu sich ins Haus einladen.
Kann jemand weiterhelfen?
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02.06.2006, 19:10
Beitrag: #2
Re: Polnische Abzockerei mit Altenpflege in Deutschland !!!
Hallo, habe dieses Forum eben durch zufall entdeckt.
abzocke ist evtl die falsche Bezeichnung für SCHWARZARBEIT imhäuslichen Pflegebereich.
Zu diesem Thema findet am 12.7.06 in Seeheim-Jugenheim Hauptstr. 20,um 14.00 Uhr eine Informationsveranstaltung statt.
Berufverbände, Zoll - u. Steuerfahndung, Betroffene Pflegekräfte und Rechtsanwälte werden über die SCHWARZARBEIT im häuslichen Pflegebereich berichten.
Anbei ein paar Zeitungsbeiträge des BPA zu diesem Thema::

10.11.2005

Sozialministerin Stewens und BA-Chef Weise einig: „Schwarzarbeit ist unsozial!“

Breite Unterstützung für bpa-Aktion auf der ConSozial 2005

Sowohl bei der bayerischen Sozialministerin Christa Stewens als auch dem
Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen
Weise, ist der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
mit seiner Initiative gegen die Schwarzarbeit in der Pflege auf offene Ohren
gestoßen: „Illegal ist unsozial! Dieses Motto gilt immer, selbstverständlich
auch in der Pflege und Betreuung von Menschen.“ Dies betonte Ministerin
Stewens am Eröffnungstag der ConSozial 2005, Fachmesse für den
Sozialmarkt in Deutschland, in Nürnberg. Gemeinsam mit dem BA-Chef Weise
nahm die Ministerin ein T-Shirt des bpa mit dem Aufdruck „Illegal ist unsozial“
entgegen und begrüßte die bundesweite Initiative. Überreicht wurde das
symbolträchtige Outfit auf einer Pressekonferenz durch die stellvertretende
bayerische bpa-Vorsitzende Gisela Zöller, Präsidiumsmitglied Volker Schirmer
und Geschäftsführer Herbert Mauel.

Ministerin Stewens begrüßte, dass der bpa mit seiner vor kurzem ins Leben
gerufenen, bundesweit durchgeführten T-Shirt-Aktion „Illegal ist unsozial“ ein
eindeutiges politisches Signal gesetzt hat. Gisela Zöller, stellvertretende bpa-
Vorsitzende in Bayern, Betreiberin eines Pflegeheimes und ambulanten
Dienstes in Unterfranken: „Vorbei an Finanzamt und Sozialkassen wird
illegal zu Dumping-Löhnen gearbeitet, so dass professionelle Pflegeanbieter
nicht mehr konkurrenzfähig sind. Personalentlassungen und Betriebsschließungen
sind bereits zu verzeichnen. Zudem werden unsere
hohen Standards in der Pflegequalität erheblich in Frage gestellt. Bei
mittlerweile rund 100.000 illegalen osteuropäischen Hilfskräften in
Deutschland hat sich auch in Bayern die Lage dramatisch verschärft.“

Dass Politik und Behörden nicht wegschauen, wenn die Qualität der Pflege
sowie hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, hat der bpa auf
der Messe ConSozial, die heute in Nürnberg zu Ende geht, positiv erlebt. Gisela
Zöller: „Die Regierungen der ebenfalls stark betroffenen Länder
Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben ihre Unterstützung
im Kampf gegen die Schwarzarbeit bereits zugesagt. Jetzt kommt
es darauf an, dass auch in Bayern mit gebündelten Kräften konkrete
Maßnahmen auf den Weg gebracht werden.“ Ziel des bpa in Bayern sei es
nun, das Thema „Schwarzarbeit in der Pflege“ nicht nur in den Landespflegeausschuss
zu tragen, sondern auch weitere konstruktive Gespräche mit den Verantwortlichen im
Landtag sowie im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
zu führen.

Klare Handlungsvorschläge hat der bpa bereits in seinem bundesweit veröffentlichten
Positionspapier „Legale Beschäftigungsverhältnisse fördern –
schärfere Sanktionen gegen Schwarzarbeit und Schleuserbanden“ (online
abrufbar unter www bpa.de) vorgelegt. In seinen Eckpunkten sieht das
Papier auch ein realistisches Modell für Beschäftigungsmöglichkeiten von
umfassender und zugleich günstiger Betreuung vor.

Quelle: www bpa.de
__________________

Zweiter Bericht:

Häusliche Pflege: Legale Beschäftigung fördern – Schwarzarbeit schärfer sanktionieren!

Politisches Positionspapier des bpa heute in Berlin vorgestellt Während in traditionellen Schwarzarbeitsbereichen wie z. B. der Baubranche die kriminelle Form der Beschäftigung zurückgeht, verzeichnet die Pflege eine derzeit explodierende Zunahme: „Rund 70.000 osteuropäische Hilfskräfte sorgen in Deutschland nicht nur illegal für ihren Lebensunterhalt, sondern auch dafür, dass professionelle Anbieter nicht mehr konkurrenzfähig sind, Personalentlassungen bis hin zu Betriebsschließungen zu verzeichnen sind und die gewachsenen Strukturen in der Altenpflege zusammenzubrechen drohen.“

Mit diesen Worten stellte Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), heute in Berlin das politische Positionspapier des bpa „Legale Beschäftigungsverhältnisse fördern – schärfere Sanktionen gegen Schwarzarbeit und Schleuserbanden“ vor.

Neben der Darstellung der kritischen Ausgangslage hat der bpa in seinem Positionspapier, abrufbar unter www bpa.de („neu auf bpa.de“) ein zukunftsweisendes Modell für Beschäftigungsmöglichkeiten von umfassender und zugleich günstiger Betreuung skizziert. Zudem wurden sechs klare Forderungen benannt: angefangen bei dem Appell, illegale Beschäftigung in Pflegehaushalten strafrechtlich
stärker zu verfolgen – bis hin zur konkreten Handlungsempfehlung,hauptberufliche, sozialversicherungspflichtige Betreuungstätigkeiten für Pflegebedürftige durch Lohnsteuer begünstigende Anreize attraktiver zu gestalten.

„Das Positionspapier des bpa wird den verantwortlichen Bundes- und Landespolitikern
sowie Pflege- und Krankenkassen als konkreter Lösungsansatz zur Umsetzung zur Verfügung gestellt“, kündigte Bernd Meurer an. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Pflege nachweislich zum Job-Motor der nächsten Jahre avanciert. „Der Seniorenmarkt ist ein Wachstumsmarkt, dessen Bedeutung bislang viel zu gering geschätzt wurde.“ Dies hat auch Peter Ruhenstroth-Bauer, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie und Senioren, kürzlich auf einer Fachtagung in Berlin betont.

Umso deutlicher betont der bpa, dass dem inländischen Arbeitsmarkt durch eine „stillschweigende Duldung“ von Schwarzarbeit in diesem Sektor erhebliche Beschäftigungspotenziale verloren gehen, die – gerade angesichts der besonders ausgeprägten Arbeitslosigkeit unter gering qualifizierten Arbeitnehmern – dringend benötigt werden. bpa-Geschäftsführer Bernd Tews: „Der bpa vertritt bundesweit rund 4.000 private Pflegeeinrichtungen. Bereits jetzt kommt es zu Entlassungen und Betriebsschließungen aufgrund illegaler Beschäftigung.“ Tews weiter: „Illegale Beschäftigungen sind kein Kavaliersdelikt! Sie sind kriminell, schaden der Sozialversicherung, vernichten Arbeitsplätze, hinterziehen Steuern und verstoßen gegen Qualitäts- und Arbeitsvorschriften.“
Der Kampf gegen die Schwarzarbeit in der Pflege ist schon seit längerem ein Aktionsschwerpunkt
des bpa. Auch regional gegründete, unabhängige Initiativen betroffener Einrichtungen werden konsequent unterstützt. Tews: „Mit seinem Positionspapier fordert der bpa die Politik zu konkretem Handeln auf.“

Für Rückfragen: Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60.

Quelle: www bpa.de

Ich weis die sind ewig lang, hilft aber evtl. zu verstehen worum es geht.

Neue Berichte und aktivitäten findet ihr unter www bpa.de
Macht es gut.

Sr.KW
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