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Risperdal als einzig zugelassenes Neuroleptikum in der Gerontopsychiatrie (Pflege)?
14.04.2006, 08:07
Beitrag: #1
Risperdal als einzig zugelassenes Neuroleptikum in der Gerontopsychiatrie (Pflege)?
Grüß Euch liebe Forumgemeinde.
Ich hatte letztens eine Unterhaltung mit einem Neurologen über Risperdal. da es bei der BW nicht so gut angeschlagen hat. Mir war zuvor schon aufgefallen, dass er es recht häufig einsetzt und ich habe ihn gefragt, ob er nicht was anderes ansetzen könne, da die BW stark sediert war und fast kaum noch ansprechbar war. (im Gegensatz zu vorher als sie auf der ganzen Station umhergelaufen ist, in andere BW Zimmer gegangen ist und da bei Bettlägerigen manipuliert hat (BDK, Tracheostoma)). Er gab mir daraufhin die Antwort, dass Risperdal das einzig zugelassene Medikament im Gerontopsychiatrischen Bereich wäre. Auf verschiedenen Seiten im Netz habe ich aber gelesen, dass Risperdal bei Demenzen eher kontraindiziert sei.
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14.04.2006, 08:28
Beitrag: #2
Re: Risperdal als einzig zugelassenes Neuroleptikum in der Gerontopsychiatrie (Pflege)?
Salut.

Also ich Arbeite in einer Demenz Einrichtung und die Pat. kriegen zu 90 % fast alle Risperdal jedoch max. 1mg über den Tag die meisten 0.5 1-2 Tgl. und wir haben sehr gute Erfahrungen damit sie sind nicht zu Sediert aber auch nicht zu Aktiv gibt schon noch andere Sachsen Axura z.b. aber der Einsatz davon hält sich in grenzen , was ich gut finde das Sachen wie Haloperidol eigentlich ganz verschwunden sind . Ist nicht wirklich eine Antwort auf deine Frage aber ich wollte halt mal meine meinung dazu schreiben
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14.04.2006, 09:30
Beitrag: #3
Re: Risperdal als einzig zugelassenes Neuroleptikum in der Gerontopsychiatrie (Pflege)?
Habe bei mehreren BW gemerkt, dass das Risperdal sie nach Einnahme richtig zusammenhaut. Vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und oder kann mir andere Tips geben.

Axura kenne ich auch, kenne es bislang nur bei zwei BW, sediert meiner Meinung nach nicht ganz so stark Auf Wiedersehen.

SchwesterHyper
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14.04.2006, 09:58
Beitrag: #4
Re: Risperdal als einzig zugelassenes Neuroleptikum in der Gerontopsychiatrie (Pflege)?
Hallo!

Bei uns wird Risperdal nicht bei fast jedem BW verwendet, nur bei sehr starker Unruhe wenn BW selbst unter ihr leiden. Da wir immer mit einer Minimaldosierung anfangen, konnte ich bisher nicht beobachten dass sie dadurch eher sediert wirken. Man benötigt allerdings auch Zeit die Wirkweise über einen längeren Zeitraum zu beobachten(ca. 3Wochen)bevor die Dosis erhöht wird weil man meint die minimale Dosis brächte keinen Erfolg.

Beste Grüße! Holzhacker
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14.04.2006, 11:48
Beitrag: #5
Re: Risperdal als einzig zugelassenes Neuroleptikum in der Gerontopsychiatrie (Pflege)?
Grüße
so wie andrea kenne ich das auch,bei uns ist es so ,dass die verwandten drängeln warum das denn nicht schneller wirkt.Kostet vie Zeit an Gesprächen,aber hilft.Meistens werden Wunder erwartet....die können wir leider nicht vollbringen :-)
Uns ist es auch wichtig den BW die eigene innere Unruhe zu nehmen ohne sie so zu sedieren dass sie nicht mehr handlungsfähig oder sturzgefährdet sind.
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14.04.2006, 13:03
Beitrag: #6
Re: Risperdal als einzig zugelassenes Neuroleptikum in der Gerontopsychiatrie (Pflege)?
Risperdal ein immer weider gern diskutiertes Thema . Also je nach Form der Demenz, zum Beispiel bei leichten bis mittleren Demen z, empfiehlt sich Aricept ganz gut .Diese Erfahrungen habe ich /wir bei uns im Haus gemacht,
bei schwerererem Verlauf , kommt je nach dem dann auch Axura zum einsatz.
All diese Entscheidungen werden mit unserer Neurologin zusammen getroffen , wir suchen gemeinsam nach einer Lösung , um ein übermässiges sedieren der leute zu vermeiden .
Soviel wie nötig , aber sowenig wie möglich !!!!
Durch falsch angepasste Dosen erhöht sich nunmal das Sturzrisiko usw...
Was at last not least wieder auf unsere Lasten geht
Risperdal verwenden wir bei Leuten mit gewissen 'Unruhezuständen' möchte es mal als solches hier beschreiben. Natürlich dauert es immer eine gewisse Zeit bis sich ein Spiegel aufgebaut hat bei den Leuten , und diese Leute dann auch individuell eingestellt worden sind .
Die diskussion ob Risperdal ja oder nein alternativen usw, liesse sich sicher ins endlose führen.
Wir sind alle dazu aufgefordert,unsere Leute welche uns anvertraut wurden , jeden tag aufs neue zu beobachten und, wenn uns diese Leute verändert erscheinen, bedingt durch zuviele neuroleptika, Psychopharmaka usw... sollten wir uns gemeinsam im Team gedanken und gemeinsa mit dem Neurologen nach evt. anderen lösungen suchen und hinterfragen ob und welche medikamente wirklich benötigt werden , oftmals auch in der dosierung .
Hatten schon einige Leute gehabt in den vergangenen Jahren , bei denen konnte dann mit guten ergebnissen , manches medikament reduziert oder auch abgesetzt werden. weil diese Leute kamen zum Teil alle aus dem BKH
und waren absolut nur noch sediert gewesen. Aber dies geht eben nur wenn alle gemeinsam an einem strick ziehen , wenn ein offener Gedankenaustausch im team und geminsam mit den ärzten stattfinden kann, At last not least zum Wohle unserer Patienten

Tschüß
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