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Verheizt werden im Praktikum in der Pflege
08.02.2003, 10:25
Beitrag: #1
Verheizt werden im Praktikum in der Pflege
Ich möchte Euch etwas fragen!
Ich bin jetzt in meinem 3 Praktikum ( 2 mal Psychatrie, jetzt Geronto )
also wirklich mal im Altenheim. Und schon geht es los: 1 Woche , Mentor krank, 2 Woche Mentor mag mich nicht, 3 Woche Mentor stellt fest, ich doch nicht so übel, bildet mich also vernünftig aus.
Jetzt Mentor in Urlaub und kommt erst zum Ende des Praktikums wieder. Vertretung macht Nachtdienst. Seitdem bin ich 'Waschband'
Ich hechte wie ein Gestörter in der Gegend umher, mache Inko-Versorgung, reiche Essen, ach ja und Grundpflege. Ich lerne nichts ( ausser schneller werden ) und bekomme für berechtigte Kritik auch noch eine korrektur meiner inneren Einstellung durch die PDL. Mein Statement über Behandlungsfehler von Examinierten wäre unangemessen. Examinierte dürfen also von Praktikanten nicht kritisiert werden. Morgen gehts weiter und ich leide jetzt schon an Emesis. Geht es nur mir so, oder auch noch anderen ? Ich werde
in der Theorie gut ausgebildet und in den Einrichtungen läuft es Scheisse. Wozu soll ich da noch weitermachen ? Ich versuche den Bewohnern eine möglichst optimale, angemessene Pflege angedeien zu lassen und werde als Waschkraft eingesetzt.

Also nochmal: Wie geht es euch in der Ausbildung ?

Ich bin am resignieren !
Danke fürs Zuhören, mir geht es z.Zt. echt beschissen. Hat da jemand Erfahrung gesammelt?
Vielen Dank und schöne Grüße.

Nike
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08.02.2003, 11:05
Beitrag: #2
Re: Verheizt werden im Praktikum in der Pflege
Leider sind Theorie und Praxis immer ein himmelweiter unterschied, und besonders zu Beginn der Ausbildung geht es den Meisten wohl so wie Dir.
Interessieren würde mich noch, in welchem Bundesland Du die Ausbildung absolvierst.
Ich finde es besonders ungünstig, während der Ausbildung von Praktikum zu Praktikum zu stolpern.
Ich habe meine Ausbildung in Baden-Württemberg gemacht und war die ganzen 3 Jahre fest als Praktikant in einem Altenheim angestellt. Innerhalb des Heims bin ich zwar von Station zu Station rotiert (jedes Jahr eine andre Station), aber es war immer der selbe Arbeitgeber (Natürlich hatte ich auch 3 Außeneinsätze bei Sozialstation, Psychiatrie und Krankenhaus). Aber irgendwie empfinde ich es angenehmer, der Azubi in einem Haus zu sein, wo es auch eine Schülervertretung gibt und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Heim durch Lehrer und Praxisanleiter sehr eng gehalten wird, als mal hier und mal dort nur 'arbeitender Gast' für ein paar Wochen zu sein, und somit als Arsch vom Dienst behandelt zu werden. So bekommt man nie das Feeling, wie ein Betrieb bzw. eine Station genau läuft und baut auch keine richtige Bindung zu den Bewohnern auf.
Naja, aber auch dort sind Theorie und Praxis 2 paar Schuhe, dennoch, wie gesagt empfand ich die Zusammenarbeit mit der Schule recht eng.
Außerdem hatten alle Mitschüler vor der Schule ein Praktikum in dem entsprechenden Heim absolviert (somit war der Praxisschock nicht da, wie wenn man erst 6 Wochen Blockunterricht hat und dann zum ersten Mal in die Praxis geht...)
Und das Lehrjahre keine Herrenjahre sind, so dumm das auch klingen mag, das ist ja wohl hinlänglich bekannt. Man sollte also eher Hinterfragen 'Warum machst Du das so und so?' Und nicht kritisieren: 'Hey, Du machst das ja total verkehrt!' Kommt nicht gut....
Schönen Gruß!
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08.02.2003, 12:06
Beitrag: #3
Re: Verheizt werden im Praktikum in der Pflege
Hey! Das es dir beschissen geht ist nicht verwunderlich.
das du resignieren willst ist für mich nachvollziehbar.
das deine pdl dir direkt nen rüffel gibt ist natürlich auch n treffer.
den einzigsten tip den ich dir geben kann ist dich voll und ganz auf deine arbeit mit dem (einzelnen) alten menschen zu konzentrieren. in den paar minuten in denen du bei ihm/ihr bist ganz für sie/ihn da zu sein.
bei probs am besten nur die jeweilige verantwortliche fachkraft/schichtleitung fragen.
sicher mokkieren sich einzelne mitarbeiter/innen ne zeitlang darüber, das du dich abgrenzt, aber das ist ne möglichkeit in dem job zu überleben...zumindest bis du wieder power hast.
noch'n kleiner trost: je länger du die alten menschen kennst, um so schneller merkst du 'wenn was nicht stimmt' -ein blick genügt- unabhängig davon, ob du jemand 'schnell' waschen musst.

wolfen (ap, stellenwechsler, z.zt. im nachtdienst)

ps. ich will dich nicht abschrecken, aber sei 'froh' das du nur als waschkraft etc. eingesetzt wirst...hast du erstmal ausgelernt bekommste noch den ganzen administrativen scheiss aufgehalst..schichtleitung usw.
und da fängt das dilemma erst richtig an...'sollst ja auch noch deine leute machen' etc.pp.
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08.02.2003, 13:53
Beitrag: #4
Re: Verheizt werden im Praktikum in der Pflege
Danke erstmal für die schnellen Antworten. Ich bin also doch nicht ganz alleine mit meinem Problem. Ich kriegt es nur nicht auseinander, wenn ich für die Praxis was lernen soll, damit ich die Prüfung bestehe dann aber als Gratis Hilfskraft eingesetzt werde.
Meine Mentorin ( die jetzt leider n Urlaub ist ) hat erklärt, gezeigt, korrigiert, spezifische Fragen gestellt und mit mir über die optimale Behandlung gesprochen. Wenn ich dann selbstständig was gemacht habe, hat sie hinterher das Ergebnis kontrolliert und ist gemeinsam mit mir meine Fehler durchgegangen. Ich hatte ein fest umgrenztes Aufgabengebiet und Bewohner, um die ich mich zu kümmern hatte.
Jetzt kümmere ich mich im Frühdienst um eine halbe Station und muss zusehen, das die Leute pünktlich zum Frühstück kommen.
Letzte Woche waren es 7 BW, die bis 08:15 'fertig' sein mussten.
Da fällt schon einiges hinten runter. Und vorallen Dingen merken die BW auch, das ich scheisse drauf bin und sperren sich entsprechend gegen Pflege und Behandlung.
Wenn es in der Praxis wirklich so läuft, dann tun mir die BW echt leid. Übrigens Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Kann ich so pauschal nicht hinnehmen. Ich bin jetzt 40 Jahre alt und habe schon einiges an Berufserfahrung auf dem Buckel. Durch diverse Seminare für Menschenführung und Personalmanagement, wie auch Didaktik und Rhetorik, weiß ich wie Kritik angemessen rüberzubringen ist. Mich kann man auch kritisieren und ich kann damit um. Nur wenn es ungerechtfertigt ist, krieg ich einen zu viel.
Ich glaub, ich greif mir nachher mal meine PDL und rede mit ihr, weil ich sonst platze.
Schaun wir mal.
Machs gut,
Nike
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08.02.2003, 14:02
Beitrag: #5
Re: Verheizt werden im Praktikum in der Pflege
Beste Grüße!
Bist Du der Schüler und eine eventuell 20 Jahre jüngere Person dein Vorgesetzter. So is das mit der Hierarchie, da nutzt das kalendarische Alter nix

Bis dann
Schwester-Birgit
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08.02.2003, 14:16
Beitrag: #6
Re: Verheizt werden im Praktikum in der Pflege
Mir geht es auch nicht besser. Zwei Praktiken waren ganz OK. Jetzt bin ich im Krankenhaus erste Frage meiner Mentorin war ' warum hast Du keine ordentliche Ausbildung' begonnen, wie z.B. Krankenschwester? Fand ich hammerhart!!!
Besuche eine Schule in NRW und soll jetzt in diesem Praktikum die Untersuchungen kennenlernen die oft in der Innern Medizin durchgeführt werden, allerdings mache ich nur Frühschicht und da ist ausser zum Betten verschieben und andere Botendienste machen für sowas keine Zeit. Meine Dozentin sagte mir dann ich müsse mich halt mehr darum bemühen mein vorgestecktes Lernziel zu erreichen.habe schon gefragt wann ich Spätdienst machen kann. Antwort am Wochenende, dann finden allerdings keine Untersuchungen statt. ECHT WITZG!!! In 3 Wochen habe ich einen Tag mit meiner Mentorin zusammen gearbeitet, wenn wie etwas mehr Personal haben schickt man mich einfach auf eine andere Etage wo ich weder Patienten noch Kollegen kenne. Aber was sollst , so lerne ich Flexibilität und Bescheidenheit. Macht es gut, geli
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