Geistige und körperliche Fitness im Alter

Gerade im Alter ist es besonders wichtig, sich geistig und körperlich fit zu halten. Wer sich nicht um seine Fitness kümmert, läuft Gefahr schneller abzubauen, unbeweglich und vergesslich zu werden. Um dem vorzubeugen reicht es aus, wenn man sich körperlich ein wenig betätigt und sein Gehirn immer wieder herausfordert. Ob man lieber Kreuzworträtsel, SuDoKu oder Karten spielt oder eine neue Herausforderung sucht wie das Lernen einer Fremdsprache oder eines neuen Instrumentes, ist hierbei egal.

Wie funktioniert unser Gehirn?

Geistige und körperliche Fitness im Alter

Geistige Fitness steht im Einklang mit gut arbeitenden Synapsen im Gehirn. Diese funktionieren, indem ein Reiz auf eine Sinneszelle trifft, hier einen elektrischen Impuls auslöst und die Information im Gehirn speichert. Synapsen werden ständig neu aktiviert, sie müssen ständig „in Gebrauch“ sein, damit die Denkfähigkeit nicht nachlässt. Je mehr Synapsen in einen Denkvorgang involviert sind, desto besser kann man sich an eine Information erinnern, diese verarbeiten und abrufen. Über die Synapsen werden Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergeleitet, je besser ein Gehirn trainiert ist, desto schneller geschieht diese Übertragung. Wenn Nervenzellen also ständig aktiv sind – am besten täglich – bleibt man geistig fit und kann sich Dinge besser merken. Die Denkfähigkeit wird gefördert, das Gehirn besser durchblutet.

Mentale und körperliche Fitness ist überlebenswichtig

Wenn der Mensch weder geistig noch körperlich gefordert wird, baut er recht schnell ab. Um dies zu verhindern, sollten Sie sich am besten frühzeitig ein Hobby zulegen, das Körper, Geist und Seele anregt. Mental und körperlich aktiv zu sein, verschafft Senioren mehr Lebensqualität. Dabei ist es recht leicht, sich fit zu halten, einige wenige Minuten täglich reichen bereits aus, egal ob Sie in dieser Zeit wandern, spazieren1, Kreuzworträtsel oder SuDoKu-Rätsel lösen, ist völlig egal. Sie werden spüren, dass Sie etwas für sich getan haben und sich danach gut fühlen. Sie werden auf Dauer leistungsfähiger und bleiben länger konzentriert, auch das Erinnerungsvermögen profitiert davon. Wer möchte, kann auch Online-Spiele, Rätsel oder andere Denksportaufgaben lösen.4 Denn auch dabei wird die geistige Fitness angeregt.

SuDoKu

SuDoKu ist ein Rätselspiel aus Japan, es besteht aus einem Gitter von 9×9 Feldern, in die jeweils Zahlen von 1-9 eingegeben werden müssen. Pro Reihe, Quadrat und Spalte darf jede Zahl allerdings nur einmal vorkommen. SuDoKu regt das Gehirn zum Denken an und erhöht so Ihre geistige Fitness. Zudem macht es auch noch eine ganze Menge Spaß, die Zahlenrätsel zu knacken. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade, die Sie selbst bestimmen können. So wird es nie langweilig und bleibt jedes Mal eine erneute Herausforderung, SuDoKu-Rätsel zu lösen.

Kreuzworträtsel

Kreuzworträtsel sind eine Art Vorgänger von SuDoKu-Rätseln, wobei man nicht sagen kann, dass SuDoKu das Kreuzworträtsel abgelöst hat. Es gibt immer noch mehr Menschen, die Kreuzworträtsel lösen, als SuDoKu spielen. Das Kreuzworträtsel hat der britische Journalist Arthur Wynne erfunden, er entwarf um 1900 die ersten zunächst nicht kästchen- sondern rautenförmigen Rätsel. Das erste Kreuzworträtsel wurde 1913 in der Weihnachtsbeilage der New York World abgedruckt. Bis heute findet sich in so gut wie jeder Zeitung mindestens ein Kreuzworträtsel. Sie erfüllen gleich zwei Wünsche auf einmal: Erstens trainieren sie das Gedächtnis und zweitens sind sie ein hervorragender Zeitvertreib. Gerade bei älteren Menschen halten Kreuzworträtsel das Gehirn auf Trab.

Gesellschaftsspiele

Wer lieber in der Gruppe sein Gehirn trainiert, kann auch auf Gesellschaftsspiele wie Brettspiele, Kartenspiele, Schach oder Bingo zurückgreifen. Dabei wird nicht nur die soziale Kompetenz gefördert, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und natürlich die Denk- und Strategiefähigkeit. Gerade ältere Menschen drohen oft zu vereinsamen, weil sie leicht zufriedenzustellen sind und ihre Ansprüche immer mehr zurückschrauben. Gesellschaftsspiele sind hierfür sehr förderlich und bringen zudem eine Menge Spaß.

Neue Dinge ausprobieren

Auch wer im Alter noch Lust bekommt, sich mit dem Computer oder einer neuen Fremdsprache zu beschäftigen, liegt damit nicht verkehrt. Wer neue Dinge ausprobiert, trainiert und stimuliert automatisch sein Gehirn. Egal was Sie lernen möchten – das gemeinsame Lernen in einer Gruppe bereitet sehr viel Freude und verhindert zudem den Abbau kognitiver Fähigkeiten. Machen Sie doch einfach einen Sprach- oder Computerkurs bei der VHS oder einem anderen Anbieter! Sie werden nicht nur Ihre Fitness und Ihr Hirn trainieren, sondern auch nette neue Kontakte knüpfen.

Sport als Beitrag zur körperlichen, aber auch geistigen Fitness

Mit körperlicher Fitness trainieren Sie Ihr Gehirn und natürlich auch Ihren Körper. Egal ob Sie lieber walken, joggen, wandern oder Tischtennis, Wasser- oder Ballsportarten bevorzugen, auch die geringste körperliche Anstrengung fördert Ihre Fitness, macht den Kopf frei für neue Aufgaben und hält jung und beweglich.

Besonders beliebt sind seit jüngster Zeit auch Computer-Games wie Playstation oder Wii.3 Hier gibt es etliche Spiele die besonders gut für Senioren geeignet sind. Spiele, die man alleine aber auch in der Gruppe spielen kann, bei denen man sich körperlich betätigt und gleichzeitig eine Menge Spaß und einen tollen Zeitvertreib haben kann. Konsolenspiele wie Kegeln, Bowling, Tennis o.a. trainieren Muskeln, die Balance und die oft eingerosteten Reflexe. Mehr als 50 Sportarten lassen sich locker vor dem Bildschirm spielen.

Egal was Sie tun – es hilft!

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass regelmäßiges körperliches Ausdauertraining die Hirndurchblutung steigert und so neue Blutgefäße und Nervenzellenverbindungen bildet. Egal ob Sie Wandern, Radfahren, Walken, Schwimmen oder irgendwelche sonstigen Ausdauersportarten betreiben, Sie tun in jedem Fall etwas für Ihre verbesserte Aufmerksamkeit, Ihr Gedächtnis und Ihr Denkvermögen. Dabei reicht es völlig aus, wenn Sie sich zwei- bis dreimal pro Woche in Ihren Sattel, Ihre Wanderschuhe oder auf Ihr Trainingsgerät schwingen. Ein guter Nebeneffekt: Sie stärken auch Ihr Immunsystem und bekommen nicht mehr allzu schnell eine Erkältung oder sonstige Krankheiten. Wenn Sie sich in einer Gruppe fit halten möchten, können Sie leicht neue Kontakte knüpfen und die körperliche Betätigung macht zudem noch einen Riesenspaß! Kurse finden Sie im Internet, bei der VHS oder fragen Sie ganz einfach mal in Ihrem Bekanntenkreis!

Weiterführende Informationen:

Einzelnachweise

  1. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/312418.html
  2. http://www.mental-aktiv.de/mental-aktiv/index.php
  3. http://debeka.gesundheitsportal-privat.de/Magazin/Fitness-vor-der-Flimmerkiste-10296.html
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