Seniorengerechte Geräte und Haushaltshilfen

Im Alter wird jeder von uns schwerfälliger und ist nicht mehr ganz so agil. Die Sinne älterer Menschen sind oft eingeschränkt, Augen und Ohren werden schlechter, die Gelenke sind schwerfällig, die Knochen sind nicht mehr belastbar – es gibt Tage, an denen jede Bewegung anstrengend und unangenehm ist. Simple Hilfsmittel können hier einiges bewirken und den Alltag vieler älterer Menschen erleichtern.

Mitten im Leben

Hilfreiche Geräte für Senioren

Gerade Senioren möchten aktiv am Leben teilnehmen, am liebsten alleine im eigenen Haushalt zurecht kommen, sich mit Freunden treffen und unterhalten, sich mit den Enkelkindern beschäftigen oder einfach nur telefonieren oder fernsehen. Viele Tätigkeiten, die vorher leicht von der Hand gingen, scheinen im Alter plötzlich unmöglich. Noch schwieriger wird es, wenn ältere Menschen sich neue Geräte anschaffen müssen – Kaffeemaschinen, Waschmaschinen, Fernseher und selbst Toaster haben oft seitenlange Bedienungsanleitungen in furchtbar schlecht lesbarer Schrift. Doch ohne die Anleitungen vorher gelesen zu haben, sind viele Geräte einfach unbedienbar. Auch das Einkaufen fällt älteren Menschen oft schwer, weil die Verpackungs- und Preisschilder schwer lesbar und nicht seniorengerecht gestaltet sind, an der Kasse ist man wackelig und fühlt sich unsicher und das Bezahlen wird oft zur Qual, weil die Geldstücke sich nicht sonderlich leicht unterscheiden lassen.

Praktische Helferlein für eine ernstzunehmende Zielgruppe

Damit viele vorher selbstverständliche und einfache Tätigkeiten im Alter nicht allzu kompliziert werden und Senioren der Alltag erleichtert werden kann, gibt es eine Menge praktischer Hilfsmittel. Dazu gehören nicht nur Kommunikationsmittel wie das Telefon oder Handy, sondern auch Haushaltsgeräte, Fortbewegungsmittel oder sogar Sportgeräte – alle Geräte sind besonders einfach zu bedienen, haben ein extra großes Display und sind vor allem den Wünschen und Bedürfnissen älterer Menschen angepasst. Lange Zeit war die Zielgruppe der Senioren für die Wirtschaft nicht besonders interessant. Doch inzwischen hat man – zumindest in Deutschland – bemerkt, dass gerade Senioren ein aktives Leben führen möchten, sich oft und gerne mit neuen Techniken beschäftigen, diese kennenlernen und auch nutzen möchten und ihr Geld auch für solcherlei Gerätschaften auszugeben bereit sind. Und vor allem, dass Senioren eine interessante Zielgruppe sind, die immer größer wird.

Immer mehr Firmen und Hersteller berücksichtigen die Bedürfnisse und Wünsche älterer Kunden und stellen seniorenfreundliche Geräte her, die leicht zu bedienen und deren Funktionen einfach zu verstehen sind. Oft sind diese Geräte mit einem größeren Display und Signaltönen ausgestattet und alleine dadurch für Senioren sehr viel umgänglicher im Gebrauch.

Telefone und Handys für Senioren

Telefone und Handys für Senioren sollten vor allem logisch zu bedienen, die Menüführung denkbar einfach gehalten sein, das Display und die Tasten möglichst groß, damit die Zahlen und Buchstaben leicht abgelesen werden können.

Auch auf Funktionen, die nicht unbedingt notwendig sind, kann man bei einem Seniorentelefon oder Handy gut verzichten. Ältere Menschen brauchen meist keine Kamera, keine Games, keine Internetfunktion oder sonstige Spielereien – diese machen die Menüführung nur unnötig kompliziert, obwohl doch Senioren in den meisten Fällen einfach nur telefonieren möchten und diese Funktionen überhaupt nicht nutzen. Was allerdings sehr praktisch und in manchen Fällen auch lebensrettend sein kann, ist ein SOS- oder Notfallknopf. Dieser sollte bei einem Seniorentelefon nicht fehlen.

Leicht bedienbare Haushaltsgeräte

Da ältere Menschen viel weniger beweglich sind, oft unter Rücken- oder Gelenkschmerzen leiden und nicht mehr so schwere Dinge tragen können, ist es sinnvoll, in der Herstellung von Haushaltsgeräten Rücksicht zu nehmen und die Probleme älterer Mitbürger zu kennen und zu verstehen. Einfache Hilfsmittel wie von oben befüllbare Spül- und Waschmaschinen, zu denen man sich nicht herunterbücken muss, um das entsprechende Reinigungsmittel einzufüllen, können hier schon Abhilfe schaffen. Auch Staubsauger, die zentral steuerbar sind und man dadurch nicht mehr die Treppen hoch und herunter tragen muss, sind sinnvolle Haushaltsgeräte für ältere Menschen. Einfache Idee können eine immense Wirkung haben. Zum Beispiel Teleskopstangen, an die man Putzlappen und Fensterreinigungstücher befestigen kann. So müssen Senioren nicht mehr zum Staubwischen auf Tische oder wackelige Stühle klettern – gerade hier ist die Verletzungsrate sehr hoch. Mit einfachen Hilfen fällt so manch eine lästige Haushaltsarbeit plötzlich spielend leicht. Auch für die Sicherheit an Geräten wie dem Herd oder Bügeleisen gibt es simple, aber sinnvolle Mechanismen, die das Gerät ausschalten, wenn es zu heiß geworden ist. Das Öffnen von Flaschen, Gläsern oder anderen Behältnissen fällt vielen Senioren schwer, Öffnungshilfen, die an Möbeln oder anderen Gegenständen fest angebracht sind, können hier Abhilfe schaffen.

Rollator und Treppenlift

Auch wenn viele ältere Menschen es lange Zeit nicht wahr haben wollen: Rollatoren und Treppenlifte können angenehme Helferlein sein. Gerade beim Plausch mit der Nachbarin auf der Straße, beim Einkaufen oder beim Spazieren gehen ist es angenehm, wenn man sich zwischendurch mal auf seiner Gehhilfe, dem Rollator, ausruhen kann, viele Senioren fühlen sich plötzlich sehr viel sicherer auf den Beinen und trauen sich wieder zu, alleine durch die Stadt zu gehen. Aber der Rollator dient nicht nur als praktische Stütze und Gehhilfe, auch als Einkaufskorb ist er nicht zu unterschätzen. Kleinere Einkäufe müssen nicht mehr getragen werden, sondern finden bequem im Körbchen des Rollators Platz. Auch ein Treppenlift kann eine erhebliche Alltagserleichterung sein, allerdings bemerken viele das erst, wenn sie ihn in Gebrauch haben. Viele können sich, wenn sie sich erst einmal an ihn gewöhnt haben, ein Leben ohne Lift überhaupt nicht mehr vorstellen. Je nach Bauweise können Treppen ein nahezu unüberwindbares Hindernis darstellen. Dank Treppenlift kommen ältere Menschen bequem in die oberen Stockwerke ihres Hauses und ihre Angehörigen müssen sich keine Sorgen machen, dass sie die Treppenstufen herunter stürzen.

Die Kosten für einen verlässlichen Treppenlift schwanken sehr stark und sind von den Bedingungen vor Ort abhängig. Eine Preisauskunft erhält man nach einem Gutachten eines Fachhändlers.

Vor dem Kauf eines Treppenlifts sollte man sich genauestens informieren, ob man von der Pflegeversicherung einen Zuschuss erhält. Voraussetzung dafür ist, dass der Pflegebedürftige sich mindestens in Pflegestufe 1 befindet.1

Einzelnachweise:

  1. Quelle: Deutsche Treppenlift-Beratung

Weiterführende Informationen:

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